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Urmila Chaudhary ist sechs Jahre alt, als sie von ihren Eltern als Haushaltssklavin an eine fremde Familie in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu verkauft wird. Die Eltern sind selbst Leibeigene und arbeiten mit ihren sieben Kindern für einen Großgrundbesitzer. Der Vater ist krank, die Familie verschuldet. 4000 Rupien, etwa 40 Euro, bekommen sie im Tausch für ihre Tochter.

Elf Jahre später, mit 17, kommt Chaudhary endlich frei. Zurück in ihrem Heimatdorf Manpur, beginnt sie, sich für die Beendigung der Sklaverei zu engagieren, wird Mitgründerin und Leiterin der Befreiungsorganisation »Freed Kamalari Development Forum« (FKDF).

Eine »Kamalari« (dt.: »hart arbeitende Frau«) arbeitet oft bis zu 18 Stunden am Tag für ihre »Familie«, der Zugang zu Bildung wird verwehrt. Nicht selten werden die Mädchen von ihren »Eigentümern« sexuell missbraucht. Viele von ihnen stammen aus Bauernfamilien, die der Volksgruppe der Tharu angehören.

In ihrer Zeit aus Sklavin führt Chaudhary Tagebuch. Aus diesen Aufzeichnungen entsteht 2011 ihre Biografie »Sklavenkind«; die Hamburger Regisseurin Susan Gluth dreht einen Dokumentarfilm über Chaudharys Leben und ihren Kampf für die Befreiung.

Durch die Arbeit der FKDF konnten innerhalb von fünf Jahren 13 000 Mädchen befreit werden. Viele von ihnen schlossen sich danach der Befreiungsbewegung an. »Wir sind entschlossen, die Sklaverei aus unseren Häusern, Dörfern und der Gesellschaft zu verbannen«, so Chaudhary.

Für die inzwischen 27-Jährige ist nach der Befreiung vor allem eines wichtig: der Zugang zur Bildung. »Wir ermöglichen ehemaligen Sklavenmädchen nicht nur eine Ausbildung. Wir ermutigen sie, neue Fertigkeiten zu erlernen, um auf eigenen Füßen zu stehen.« Sie selbst hat ihren Schulabschluss nachgeholt und will Anwältin werden, um sich noch stärker für die Rechte von Mädchen und Frauen einzusetzen.

Nun soll Chaudhary für ihre Arbeit der Theodor-Haecker-Preis für politischen Mut und Aufrichtigkeit verliehen werden.

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