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Prozess zu Brandanschlag dauert länger

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Nauen. Der Prozess um den Brandanschlag auf eine Turnhalle in Nauen droht länger als geplant zu dauern. Die Verteidigung des ursprünglich als Rädelsführer angeklagten NPD-Stadtverordneten Maik Schneider stellte am Dienstag vor dem Landgericht Potsdam zahlreiche Beweisanträge. So will sein Pflichtverteidiger mit einem Ortstermin und mit Hilfe von Handydaten beweisen, dass Schneider die Halle allein in Brand gesetzt habe. Angeklagt sind fünf weitere Neonazis, die ihm geholfen haben sollen. Zudem soll eine Meteorologin bezeugen, dass in der Tatnacht im August 2015 Windstille und Dauerregen herrschten. Aus Sicht von Schneiders Verteidiger Uli Boldt hätte Schneider bei dem Wetter nicht mit einem verheerenden Brand rechnen müssen. Der 29-Jährige hatte vor Gericht betont, er habe die Halle nicht abbrennen, sondern nur als politisches Zeichen einrußen wollen. Dass die Halle, die als zeitweilige Asylunterkunft vorgesehen war, abfackelte, sei ein Missgeschick gewesen. Nach dem bisherigen Fahrplan wollte das Gericht am kommenden Dienstag die Urteile verkünden. dpa/nd

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