Werbung

Rede der Schande

Thüringer AfD-Chef Höcke sorgt mit Aussagen zum Holocaust für Empörung

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Dresden. Der AfD-Politiker Björn Höcke hat mit einer Rede im Dresdner »Ballhaus Watzke« für Empörung gesorgt. Wieder einmal. Auf Einladung der »Jungen Alternative« trat der Thüringer Parteichef am Dienstagabend vor etwa 500 Anhängern auf. Dabei sagte er über das Berliner Holocaust-Mahnmal: »Die Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.«

Die Äußerungen sorgten nicht nur bei Holocaust-Überlebenden für Entsetzen. Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte, Höcke trete das Andenken an die sechs Millionen ermordeten Juden mit Füßen und relativiere das schwerste und in diesem Ausmaß einzigartige Menschheitsverbrechen der Geschichte. Auch der israelische Botschafter forderte eine Entschuldigung Höckes.

Bei der Staatsanwaltschaft Dresden gingen mehrere Strafanzeigen gegen den AfD-Politiker ein - darunter auch die der LINKEN-Bundestagsfraktionschefs Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch wegen Volksverhetzung. Höckes Äußerungen seien nicht nur geschichtlich und politisch widerlich. »Das ist schlicht Nazi-Diktion«, erklärten Wagenknecht und Bartsch. Die Anzeigen würden nun auf strafrechtliche Relevanz geprüft, sagte ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft. Wenn Ermittlungen aufgenommen würden, müsste die Immunität des AfD-Politikers aufgehoben werden.

Mehrere Bundestagsabgeordnete und Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess verlangten Konsequenzen von Höckes Dienstherrn, dem hessischen Kultusministerium. Forderungen wurden auch laut, den AfD-Politiker aus dem Beamtenstand zu entlassen. Höcke ist in Hessen als Lehrer verbeamtet. Agenturen/nd Seite 5

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!