Dirk Teschner 19.01.2017 / Politik

Tod eines ostdeutschen Berufsrevolutionärs

Fragmente eines verspäteten Nachrufs auf Herbert Mißlitz

Im vergangenen Jahr jagte eine Todesmeldung die nächste. Unter denen, die es zu verabschieden galt, war auch Herbert Mißlitz. Nachbarn seiner Wohnung in Prenzlauer Berg benachrichtigten am zweiten Weihnachtsfeiertag die Polizei - sie fanden seinen Leichnam, der dort schon über vier Wochen gelegen hatte. Es ist das traurige Ende eines ostdeutschen Berufsrevolutionärs.

Herbert Mißlitz wurde 1960 in Ostberlin geboren und machte nach seiner Schulzeit eine Ausbildung zum Stuckateur. Er ging den typischen Weg eines Unangepassten, dem der monotone Alltag der DDR auf den Sack ging. Seit Ende der 1970er Jahre trampte er durch die Republik, zu Beginn zum Bluesbums auf die Dörfer. Er hatte lange Haare, einen langen Bart, trank viel, schlief in Scheunen, lernte viele Gleichgesinnte kennen – das Übliche.

Ab Anfang der 1980er Jahre engagierte er sich in der Offenen Arbeit in Berlin. Die Offene Arbeit der evangelischen Kirche bot Räume für ...

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