Klassenkampf von oben

Trumps geplante Wirtschaftspolitik wirkt in vielen Bereichen widersprüchlich - über mögliche Folgen macht man sich auch hierzulande Gedanken

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

US-Konzerne ärgern sich über den neuen Präsidenten. »Trump legt sich mit den Wirtschaftsmächtigen an«, sagt Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel dem »nd«. »Wohl wissend, dass er ihnen mit seinem Protektionismus Nachteile beschert.« Das sei ein »interessanter Klassenkampf« zwischen ihm und den Konzernen.

An einen Erfolg Trumps glaubt der Internationale Währungsfonds, er prognostiziert ein höheres Wachstum. Im Licht des überraschenden Wahlausganges haben die Volkswirte des Fonds diese Woche ihre Prognose für die USA nach oben geschraubt. Für diesen Optimismus gibt es Gründe: Entscheidende Wählerstimmen gewann Trump in den früheren Indus- triemetropolen und unter weißen Verlierern der Globalisierung. Die Messlatte hat er damit selbst hoch gelegt: »Alle sollen den Nutzen der Globalisierung erfahren«, versprach Trumps Gefolgsmann, der Finanzier Anthony Scaramucci.

Daher wird Trump versuchen, den Kongress von einem milliardenschweren Inf...


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