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Zinkmangel?

Biolumne

  • Von Iris Rapoport, Boston und Berlin
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Polarexpedition von Sir John Franklin war kein Erfolg beschieden. Nicht einer der Expeditionsteilnehmer kehrte von der Suche nach der Nordwestpassage von Europa nach Asien lebend zurück.

Viel ist über die Gründe des Misslingens der 1845 begonnenen dreijährigen Odyssee gerätselt worden. Auch die erst kürzlich im tauenden Polareis gefundenen Wracks der beiden Forschungsschiffe »Erebus« (2014) und »Terror« (2016) erlaubten keine endgültigen Aussagen. Der gängigsten These nach erlagen die Besatzungen einer schleichenden Bleivergiftung. Denn mit dem gefährlichen Schwermetall waren nicht nur Tausende von Konservendosen in den Schiffsvorräten zugelötet, auch die Trinkwasser-Aufbereitungsanlage bestand daraus.

Als man kürzlich mit modernsten Methoden daran ging, zwei im Eis konservierte Nägel des Matrosen John Hartnell - einen vom Daumen, den anderen vom großen Zeh - zu analysieren, wollte man diese Bleihypothese wohl erhärten. D...


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