Werbung

Hunderttausende zum Marsch gegen Trump erwartet

Weltweit mehr als 600 Proteste gegen den neuen US-Präsidenten für Samstag geplant / Washington bereitet sich auf größte Demonstration seit Jahrzehnten vor

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Washington. Einen Tag nach der Vereidigung von US-Präsident Donald Trump werden am Samstag in Washington mehrere Hunderttausend Menschen zu einer Großdemonstration erwartet. Letzte offizielle Schätzungen schwankten zwischen 200.000 und einer halben Million. Es dürfte eine der größten Demonstrationen werden, die die USA seit langem gesehen haben. Washington ist extrem gesichert, Zehntausende Polizisten und Sicherheitskräfte sind im Einsatz.

Trump hatte am Freitag als 45. Präsident der USA seinen Amtseid abgelegt. Er wird am Samstagmorgen (10.00 Uhr Ortszeit/16.00 MEZ) an einem Gottesdienst in der National Cathedral teilnehmen. An seiner Person und seiner Politik entzündet sich sehr viel Kritik.

Der Protest unter dem Motto »Women's March on Washington« richtet sich gegen Frauenfeindlichkeit, Gewalt, Rassismus, Homophobie und religiöse Intoleranz. Eingeladen sind ausdrücklich auch Männer. Trump hatte sich wiederholt extrem abfällig über Frauen geäußert.

Zunächst sind um 10.00 Uhr (16.00 Uhr MEZ) nahe des Kapitols mehrere Reden geplant. Der Marsch beginnt um 13.15 Uhr (19.15 Uhr MEZ) und führt durch Washingtons Zentrum. Etliche Polizisten sichern die Proteste ab. Angekündigt haben sich unter anderem die Sängerinnen Cher und Katy Perry sowie Hollywoodstar Scarlett Johansson. Nach Angaben der Organisatorinnen wird es US-weit rund 300 weitere Demonstrationen für Frauenrechte geben.

Auch international wollen sich Zehntausende am Protest gegen Trump beteiligen: In Australien gingen am Samstag bereits tausende Menschen zum Auftakt der weltweiten Anti-Trump-Kundgebungen auf die Straßen. Sowohl in Sydney als auch in Melbourne versammelten sich jeweils tausende Frauen und Männer. Im sommerlichen Australien trugen allerdings nur wenige die gestrickten pinkfarbenen Mützen mit Katzenohren, die im Rahmen des »PussyHat Project« als Zeichen gegen frauenverachtende Aussprüche Trumps stehen sollen.

Auch im neuseeländischen Wellington beteiligten sich hunderte Menschen an den Protesten gegen Trump. Weltweit waren mehr als 600 Kundgebungen geplant. Unter dem Motto »Nein zum weltweiten Trumpismus« finden in mehreren Städten, darunter Berlin, Paris, London, Kopenhagen und Amsterdam, Demonstrationen statt.

In Berlin zieht ein Protestmarsch von der AfD-Zentrale in der Schillerstraße bis vor das Brandenburger Tor, wo auch die US-amerikanische Botschaft steht. Beginn der Demonstration ist 17 Uhr. Die Veranstaltung wird von der Initiative »The Coalition« organisiert, einem Zusammenschluss aus in Berlin lebenden Deutschen, US-Amerikanern und Amerikanerinnen, internationalen Gruppierungen und Einzelpersonen, die gemeinsam den Trumpismus und andere von Hass getriebene politische Strömungen bekämpfen wollen, bevor sie weltweit irreparable Schäden anrichten. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen