Andreas Fritsche 25.01.2017 / Brandenburg

Nazi gibt sich als Ausländerfreund

Der Brandstiftung angeklagter NPD-Stadtverordneter zeichnet ein wirres Selbstbild

»Ich hätte eventuell noch einen, wenn Sie Lust haben«, reizt der Angeklagte Maik Schneider grinsend seinen Richter Theodor Horstkötter. Schneiders Anwalt Ulli Boldt verrät, er habe seinen Mandanten in das Stellen von Beweisanträgen eingewiesen, und dieser lerne schnell. Im Prozess zum Brandanschlag auf eine Turnhalle in Nauen (Havelland) hagelt es am Dienstag Beweisanträge. Morgens geht es los damit im Landgericht Potsdam und bis 15 Uhr sind mehr als 30 Anträge beisammen. Es nützt nichts, dass Horstkötter die Anträge beharrlich ablehnt. Sofort kommen neue Anträge und es folgt die nächste Verhandlungspause, in der das Gericht darüber entscheiden muss. Ein Ende ist lange nicht abzusehen, zumal schließlich sogar doch dem Antrag stattgegeben wird, noch einen weiteren Zeugen zu hören.

Schneider und seinen fünf Mitangeklagten werden verschiedene Straftaten zur Last gelegt. Der schwerste Vorwurf: Der NPD-Stadtverordnete Schneider soll in der N...

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