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So gehen Hobbygärtner auf Nummer sicher

Obstbaumschnitt im Winter

  • Von Rudolf Kayser, Unfallexperte von ERGO
  • Lesedauer: 3 Min.

Die meisten Gartenbesitzer übernehmen den Baumschnitt selbst. Doch das ist nicht ungefährlich, gerade bei hohen Bäumen kann ein Sturz von der Leiter schlimme Folgen haben.

Warum ist es so wichtig, bei Obstbäumen erst im Winter zurückzuschneiden?

Richtiges und regelmäßiges Schneiden von Obstbäumen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für viele Früchte. Unterschiede gibt es bei Kern- und Steinobst. Während der Schnitt von Kirsch- und anderen Steinobstbäumen direkt nach der Ernte erfolgt, werden Apfel- und Birnbäume im Winter, bis spätestens März, geschnitten.

Kälter als minus fünf Grad sollte es dabei nicht sein, denn dann ist das Holz brüchig und die Schnittwunden der Bäume verheilen schlecht. Alle nach innen wachsenden Äste und die kleinen, senkrecht nach oben wachsenden Zweige, sind wegzuschneiden. Sie kosten nur unnötig Kraft, tragen keine Früchte und verdichten die Krone.

Generell gilt: Ein zu vorsichtiges Vorgehen schadet dem Baum mehr als ein Schnitt zu viel. Vorsicht ist dagegen für den Hobbygärtner selbst geboten. Beim Obstbaumschnitt lauern viele Unfallgefahren.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten?

Von Schnittwunden bis hin zu schwerwiegenden Verletzungen - bei der Gartenarbeit kommt es immer wieder zu Unfällen. Laut einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin werden pro Jahr rund 200 000 Gartenunfälle registriert.

Zu den häufigsten Unfallursachen beim Baumschnitt zählen Stürze von der Leiter. Die können Hobbygärtner oft schon durch das richtige Aufstellen vermeiden. Ein fester Stand ist dabei entscheidend. Wird die Leiter an den Baum angelehnt, dann nur an einem kräftigen Ast mit einer zusätzlichen Sicherung durch ein Seil oder einen Gurt. Und eine Leiter sollte - je nach Untergrund - an den Enden mit Plastik ummantelt oder mit Stahlspitzen versehen sein.

In der Praxis haben sich vor allem Aluleitern bewährt. Im Gegensatz zu Holzleitern können sie nicht morsch werden und sind wesentlich leichter.

Was die Arbeit auf der Leiter selbst anbelangt: Nicht höher als bis zur viertletzten Sprosse steigen. Vor allem sollten sich Hobbygärtner in den luftigen Höhen auf keinen Fall zu weit zur Seite beugen und stattdessen die Leiter lieber einmal mehr verschieben. Oft kann man auf eine Leiter sogar ganz verzichten. Eine gute Alternative bieten in vielen Fällen Astscheren und Baumsägen mit Teleskopverlängerungen. Zur Grundausstattung bei jeder Gartenarbeit zählen außerdem festes Schuhwerk mit rutschfester Sohle sowie Arbeitshandschuhe.

Welche Versicherung greift im Fall der Fälle?

Trotz größter Vorsicht kommt es manchmal doch zu einem Unglück. Und das kann weitreichende Folgen für den Gärtner selbst, aber auch für seine Angehörigen haben. Etwa wenn längere Therapien, dauerhafte Pflege oder sogar der behindertengerechte Umbau des Eigenheims nötig werden.

Alle diese Fälle können eine enorme, auch finanzielle Belastung für die ganze Familie bedeuten. Denn bei Unfällen in der Freizeit - und dazu zählt auch die Gartenarbeit - greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Nur eine private Unfallversicherung bietet die in einem solchen Moment dringend benötigte finanzielle Absicherung sowie Hilfe- und Rehaleistungen für eine sorgenfreie Genesung.

Zu guter Letzt: Beim Baumschnitt bestehen auch Gefahren für Dritte. Hier gilt es darauf zu achten, dass niemand durch herunterfallende Äste verletzt werden kann. Im Fall der Fälle hilft eine private Haftpflicht.

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