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EU will die Libyen-Route dicht machen

Anti-Asyl-Deal mit der Türkei soll als Vorlage für Verhandlungen mit dem instabilen nordafrikanischen Land dienen

  • Von Martin Trauth
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Brüssel. Für viele in der EU ist es eine trügerische Ruhe: Nach den Rekordzahlen vom vergangenen Jahr kommen derzeit kaum Flüchtlinge in Italien an. Nach dem Winter wird sich das schnell ändern, dann werden in Libyen wieder Tausende in Boote steigen. Der maltesische EU-Ratsvorsitz warnt bereits vor »nie dagewesenen« Flüchtlingszahlen. Nach dem Anti-Asyl-Deal mit der Türkei wollen die EU-Staaten deshalb auch die Libyen-Route so weit wie möglich dicht machen.

181.000 Menschen kamen im vergangenen Jahr in Italien an - 90 Prozent davon über Libyen. EU-Vertretern zufolge wird geschätzt, dass derzeit 300.000 bis 350.000 Flüchtlinge in dem nordafrikanischen Land auf die Überfahrt nach Europa warten.

»Wenn der Kern des Türkei-Abkommens im zentralen Mittelmeer nicht kopiert wird, wird Europa einer großen Flüchtlingskrise gegenüberstehen«, warnt der maltesische Ministerpräsident Joseph Muscat. Dann könnten die »Kernprinzipien« d...


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