Ich huste, also bin ich

Martin Walsers berückender Roman »Statt etwas oder Der letzte Rank«

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Alter ist grandios, wenn es die Kurve zum Schweigen schafft. Zur Behauptungsscheu. Zur Fähigkeit, diesen entsetzlichen Erfahrungsprotz zu zügeln. Nicht, dass die Sehnsüchte schwänden, es schwindet hoffentlich nur die Anmaßung, die Welt müsse sie erfüllen. Das nennt man Altersweisheit. Diese Freude am Halbdunkel, das dein Abgewirtschaftetsein schminkt.

Martin Walser, der bald neunzig wird, hat schon mehrere Bücher über das hohe Alter geschrieben. Voll Schreck, voll Staunen. Seine Romanmenschen stehen dort, wo sie alles haben, aber nichts mehr Bestand hat - und wo das Wünschen erbarmungswürdig wird. Weil es nur ein Illusionsschneewehen ist im Hochsommer der anderen. Walsers Spätwerk, das sind sprachkönigliche Erzählungen über das Gemisch aus bemoosten Erwartungen, trotzigen Verlockungen und einem lüstern gebliebenen Begehren, das doch seine Zugehörigkeit zur Gattung der Nachklänge nicht verbergen kann. »Ich huste, also bin ich.« So ...

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