Monoton klickt das Metronom

An einem 27. Januar wurde nicht nur Auschwitz, sondern auch Leningrad von der Roten Armee befreit

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Maria sitzt am Fenster. Dicht fallen die Schneeflocken. Ein liebliches Ballett in Weiß. Wie Tausende kleine Primaballerinen in kristallenem Tutu erscheinen dem Mädchen die zarten Gebilde gefrorener Wassertropfen. Ein idyllisches Bild, das zum Träumen einlädt. Wenn nicht Krieg wäre.

Seit über vier Monaten schon stöhnt und ächzt Leningrad unter dem Würgegriff der deutsch-faschistischen Okkupanten. Es ist mucksmäuschenstill in der Kommunalnaja, der Gemeinschaftswohnung, in der Marias Familie wohnt. Das war vor dem Krieg anders. Man quatschte und tratschte, lachte und scherzte in der Küche beim gemeinsamen Zubereiten der Pelmeni und Piroschki. Voller Leben war das Haus einst. Jetzt ist Totenstille - einzig unterbrochen vom leisen Klicken eines Metronoms. Das Geräusch kommt aus dem Radio. Mit dem Metronom überbrückt der Leningrader Sender die immer häufiger werdenden Programmpausen. Das monotone Tak-Tak-Tak wird zu einem Symbol der Blo...

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