Antifa, do it again!

Dresdner Patriotismus gegen Kölner Wir-Gefühl: Paula Irmschler über ihre Erfahrungen in beiden Städten

  • Von Paula Irmschler
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

21 Jahre lang habe ich in Dresden gewohnt, bis es nicht mehr auszuhalten war. Ein großes Nerv-Problem ist die Opfermentalität der Ahnungslosen. Der 13. Februar 1945 ist ein ständiges Thema. Als Kind lernten wir, dass angeblich ganz doll viele süße Zootiere bei der echt unnötigen Bombardierung der Stadt ums Leben kamen, in der Schule sammelten wir kollektiv Spenden für den Wiederaufbau der Frauenkirche. Unsere Frauenkirche! Unser Dresden muss schöner werden. »Make Dresden great again«, hätte der Slogan lauten können – hätte der Witz damals schon funktioniert.

Dann jedes Jahr Nazi-Aufmarsch und heulende Omas mit Kerzen und die fiese Antifa, die wieder alles kaputt machen wollte. Zumindest das falsche Gedenken und die Stilisierung der Dresdner zu DEN Opfern des Krieges machte sie letztendlich wirklich kaputt. Seit ein paar Jahren si...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.