Konsequenter abschieben mit Lafontaine

Ehemaliger LINKE-Vorsitzender plädiert für die Rückführung illegal eingereister Asylbewerber

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Oskar Lafontaine ist ein bei Journalisten beliebter Interviewpartner. Schließlich bevorzugt der Saarländer die populistische Zuspitzung. Von den Redakteuren der »Welt« gefragt, was man mit jenen Asylbewerbern tun solle, die weder vor Verfolgung noch vor Krieg geflohen seien, antwortete der ehemalige LINKE-Vorsitzende in einem am Montag erschienenen Beitrag: »Wer illegal über die Grenze gekommen ist, der sollte ein Angebot bekommen, freiwillig zurückzugehen. Wenn er dieses Angebot nicht annimmt, bleibt nur die Abschiebung.« Wenig später fasste die Nachrichtenagentur dpa seine Aussagen unter der Schlagzeile »Illegal Eingewanderte müssen zurück« zusammen.

Für Lafontaine ist die Einwanderungsfrage vor allem eine soziale Frage. »Für die, die kommen, und für die, die schon hier leben.« Sie sei eine »nicht geklärte Frage innerhalb der Programmatik der LINKEN«, so der Vorsitzende der saarländischen Linksfraktion. Doch im Parteiprogramm is...


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