Nicolas Šustr 08.02.2017 / Berlin

Wird Berlin Hartz IV-freie Zone?

Die Deutsche Wohnen will in Kreuzberg die Bewohner einer ganzen Siedlung wegdämmen

Otto Suhr war eine Ikone der Berliner Sozialdemokratie. Die nach ihm benannte Siedlung am Nordrand Kreuzbergs ist ein Musterbeispiel der drohenden Verdrängung von Mietern durch energetische Sanierung. Mietsteigerungen bis zu 30 Prozent drohen durch die Maßnahmen, die im Sommer beginnen sollen.

In einem Offenen Brief wenden sich die Bewohner nun an die Politik. Nach der Privatisierung der einst landeseigenen Bestände im Jahr 2004 landete ein Teil der Siedlung nach einigen Zwischenstationen bei der Deutschen Wohnen. »Mit jedem Verkauf verschlechterte sich die Bewirtschaftung der Wohnanlage«, schreiben die Mieter.

»Unter dem Vorwand der Verbesserung der Wohnverhältnisse durch energetische Sanierung geht es ausschließlich um die Profitmaximierung dieses börsennotierten Konzerns«, heißt es weiter. Die Mieter selbst könnten auf der Strecke bleiben. Für die meisten von ihnen »wird die Miete nämlich nach Abschluss der Arbeiten nicht ...

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