Zollschranken für den Freihandel

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Donald Trump, so viel scheint klar, ist kein Freund des Freihandels. Damit verprellt der amerikanische Präsident viele seiner Klassenkameraden. Freihandel sei der Treiber von Wachstum und Wohlstand, kontert etwa ein deutscher Industrieverband. Politische Kommentatoren aus dem seit Jahrzehnten dominierenden Freihandels-Lager setzen populistisch hinzu: »Für alle!«

Nun mag man dieses Gerangel als Streit verschiedener Industrie-, Finanz- und Wirtschaftsgruppen begreifen. Doch auch im linken Spektrum ist das Verhältnis zum Freihandel ungeklärt. Dabei bietet ein gezähmter Handel großartige Lebenschancen für die Kernklientel der Linken, die »kleinen« Leute.

Der Kuddelmuddel beginnt bereits mit Karl Marx. Im Grunde interessierte er sich nicht für die Fragen des Freihandels. Der Analytiker hoffte lediglich, Freihandel würde den Kapitalismus von innen zersetzen. Ein halbes Jahrhundert später wird sein Freund Friedrich Engels diesen Ged...


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