Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Aufwendige Bebilderung

»Katzelmacher« am Deutschen Theater

  • Von Volker Trauth
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Er hoffe, dass »nach ihm alles anders sein werde als vor ihm«, sagte Rainer Werner Fassbinder in einem Interview im Jahre 1968. Im gleichen Jahr hatte er mit seinem Theaterstück »Katzelmacher« und im Jahr darauf mit dessen Verfilmung den künstlerischen Durchbruch geschafft; jenem Film, der zum 40. Jahrestag der Bundesrepublik nominiert worden war in der Kategorie »wichtigster Film«. Tatsächlich war nach seinem Film und seinem Theaterstück etwas anders geworden in der künstlerischen Beschreibung der bundesdeutschen Wirklichkeit.

Im Zentrum hatte ein arbeitssuchender Grieche gestanden, der erste Gastarbeiter auf deutschen Bühnen. Der hatte in der Langeweile einer deutschen Kleinstadt Konkurrenzneid und Hass der Männer und erotische Phantasien der Frauen ausgelöst. Gruppenzwang und Kommunikationsverlust explodierten in Gewaltausbrüchen gegen den Fremden.

Keiner vor Fassbinder und nur wenige nach ihm haben das geistige Klima des Landes, die...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.