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Der Eros ist erwacht

Im Wettbewerb: »On Body and Soul« von Ildikó Enyedi

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Was Körperwelten heute sind, wissen wir durch Gunther von Hagens: Maschinen aus Fleisch. Knochen, Haut, Muskeln, Nerven, Adern und Sehnen erscheinen konserviert, so zeitlos frisch, als lebten sie noch für eine ganze Ewigkeit. Aber eine derartige Ausstellung des Leichnams, seine Lebensfrischesimulation namens Plastination, ist natürlich faustgrobe Lüge dem Leben - und auch dem Tod - gegenüber.

Um das, was unsere Körper leben und sterben lässt, geht es dem ungarischen Film »Teströl és lélekröl« (»On Body and Soul«), es geht um den Leib, der mehr ist als ein bloßes Stück Fleisch. Muss man das ihm Fehlende unbedingt Seele nennen? Eigentlich handelt es sich hier eher um eine Studie der Empfindsamkeit. Doch wohin geraten wir, wenn wir träumen? Und kann es sein, dass ein Traum mit dem anderen in Verbindung tritt? Schon sind wir beim Unbewussten, das in Maria arbeitet. Man könnte auch mit Sigmund Freud von einem Jungfräulichkeitskomplex s...


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