Wenn Musikkritiker schießen

Im Wettbewerb: »Wilde Maus« von und mit Josef Hader

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Ein Mann fliegt aus der gewohnten Umlaufbahn. Er glaubt es erst nicht, versucht es zu vergessen, aber es gärt in ihm. Die Aggressionen wuchern wie Metastasen. Und dann wird er fast zum Mörder und zum Terroristen. Und es scheint nicht außergewöhnlich, sondern ganz alltäglich.

Josef Hader ist Georg, ein arroganter Musikkritiker alten Schlags bei einer großen Wiener Zeitung. Das erste Gespräch mit einer jungen Kollegin zeigt, wie es um ihn bestellt ist - wie es um diese Gesellschaft bestellt ist. Ob er schon gehört habe, dass ein Motiv von Anton Bruckner in einer Popsong-Bearbeitung zu einer Fußballhymne geworden sei, fragt sie ihn - und: Sei das nicht wundervoll, die Begegnung zweier kultureller Sphären? Kritiker Georg schaut sie an, wie man die Pubertäts-Pickel von Achtzehnjährigen anschaut: mit dem halben Blick des solchen Unreifezuständen längst Entwachsenen, halb verächtlich, halb angewidert. »Grauenhaft«, sagt er bloß. Aber er ...

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