Wenn der Kreißsaal belegt ist

Babyboom in der Hauptstadt führt zu Engpässen bei der Versorgung in den Kliniken

  • Von Ulrike von Leszczynski
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Belegte Kreißsäle und zu wenig Zimmer für Mutter und Kind: Der kleine Babyboom in der Hauptstadt stellt Berliner Kliniken zunehmend vor Herausforderungen. »Im Januar mussten zum Beispiel die Kreißsäle des Klinikums im Friedrichshain wegen des Andrangs an 12 von 31 Tagen gesperrt werden«, sagt Astrid Steuber, Sprecherin des kommunalen Klinikkonzerns Vivantes. »Sie konnten nicht mehr von Rettungswagen angefahren werden.« Aus dem Klinikum Neukölln berichtet eine Mutter, dass sie nach einem Kaiserschnitt unfreiwillig im Kreißsaal übernachtete - auf der Station war kein Bett mehr frei. Auch Europas größte Universitätsklinik, die Charité, musste Schwangere bereits an umliegende Kliniken verweisen.

Natürlich bleibe kein Notfall unversorgt, betont Steuber. Und wenn noch genug Zeit bis zur Geburt bleibt, organisieren Vivantes und Charité die Niederkunft in einer anderen Berliner Klinik mit. Manchmal wird bei einer unproblematischen Geburt ...

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