Bonjour Tristesse

Nachwuchsfilme in der Sektion »Perspektive deutsches Kino«

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Düstere Filme für düstere Zeiten könnte das Motto sein, das über der Nachwuchsreihe für das deutschsprachige Kino auf der Berlinale steht. Vom Salzburger Jungen, der eine Kindheit bei der opiumsüchtigen Mutter ohne größere Schäden übersteht, über das abgehalfterte Fernsehsternchen aus kleinbürgerlichem Provinzmilieu, das es nicht mal mehr ins Dschungelcamp schafft, bis zu den Berliner »Millenials« in an und für sich angesagten Medienberufen, die an Einsamkeit und Beziehungskisten scheitern - glücklich, ausgefüllt oder auch nur geborgen ist hier keiner.

Dass eine der polnischen Melkerinnen in Sebastian Langs Kurzspielfilm »Kontener« (Produktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf) kurzzeitig ganz abhanden kommt, fällt kaum noch irgendwem auf, so marode ist die Gesamtsituation nicht nur in diesem abgewirtschafteten Betrieb irgendwo in Brandenburg. Wer dauerhaft abseits der Welt in einem Container haust und in der Fremde Tag und Nacht ...


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