Die degewo langt auch bei Sozialwohnungsmietern zu

Landeseigenes Wohnungsunternehmen will jahrelang ausgesetzte Erhöhungen auf einen Schlag nachholen

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Das ist eine ziemlich linke Nummer«, sagt Rosa Risch. 33 Euro mehr Miete will das landeseigene Wohnungsunternehmen degewo ab 1. März für ihre 63 Quadratmeter große Sozialwohnung in der Waldemarstraße. »Das frisst meine komplette Rentenerhöhung auf«, sagt sie. Wie Dutzende andere ist sie an diesem Dienstagmorgen bei eisigen Temperaturen auf den Kreuzberger Mariannenplatz gekommen, um gegen die drastische Mieterhöhung zu protestieren.

Betroffen von sind hunderte Mieter. Eine Nachbarin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, muss für ihre 103 Quadratmeter fast 53 Euro mehr bezahlen, zusammen mit den hohen Betriebs- und Heizkosten werden künftig knapp 1270 Euro Miete monatlich fällig.

Die Erhöhung fällt so drastisch aus, weil die degewo auf einen Schlag vier bisher aufgeschobene Mieterhöhungen nachholt. Knapp 13 Cent pro Quadratmeter dürfen die Eigentümer von Wohnungen des alten Sozialwohnungsbaus jährlich aufschlagen....

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