»Kurzer Marsch« ins leere Haus

Ein neues Buch bringt die Geschichte der westdeutschen Besetzerbewegung zum Klingen

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Zeit der Häuserkampfbewegung ist eigentlich längst vorbei. Aber wie präsent die Spuren der Besetzerwellen der 70er, 80er und 90er Jahre in unseren Innenstädten heute noch sind, zeigen aktuelle Debatten um Verdrängung und die Auseinandersetzungen um die Rigaer Straße in Berlin im vergangenen Jahr.

Stadtsoziologe Andrej Holm, der in Berlin kurzzeitig Staatssekretär für Wohnen war und auch wegen seiner Nähe zu Hausbesetzern kritisiert wurde, betonte vergangenes Jahr, dass die Verträge von damals die Funktion eines Art Friedensvertrages zwischen staatlichen Stellen und den Besetzern hatten. Diese jetzt zugunsten einer Inwertsetzung innerstädtischer Gebiete aufzukündigen, provoziert zwangsläufig Reaktionen.

So kämpfen derzeit in Berlin-Kreuzberg gerade wieder viele Menschen um den Erhalt günstiger Mietverträge von Künstlern und politisch Aktiven in der Lausitzer Straße 10. Auch wenn das Gebäude kein besetztes Haus war, ist es doch Teil e...


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