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Facebook tut zu wenig gegen Hetze

Soziale Netzwerke löschten nicht alle angezeigten Hassbotschaften

Berlin. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat die Betreiber sozialer Netzwerke aufgefordert, noch stärker gegen rechte Hassbotschaften vorzugehen. Zwar würden 80 Prozent der von der Organisation jugendschutz.net beanstandeten Fälle inzwischen rasch gelöscht. »Aber das reicht noch nicht aus«, sagte die Ministerin.

Jugendschutz.net ging nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr gegen 1678 rechtsextreme Angebote in den sozialen Netzwerken vor. 94 Prozent wurden bei Facebook, Youtube und Twitter festgestellt. In über 80 Prozent der Fälle sei es gelungen, über eine Kontaktaufnahme zum Anbieter die Inhalte schnell zu entfernen.

Ein Problem sei allerdings, dass Nutzer mit ihren Hassbotschaften zunehmend auf Netzwerke auswichen, die dagegen nichts unternähmen, sagte jugendschutz.net-Vizechef Stefan Glaser. Er nannte als Beispiel das russische Netzwerk VK. »Falschmeldungen werden gezielt lanciert, um Hass zu schüren«, so Glaser. nd/Agenturen Seite 6

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