Gunnar Decker 16.02.2017 / Kultur

Leben? Verschleißen!

Im Wettbewerb: »Beuys« von Andres Veiel

Von Gunnar Decker

Es gibt Szenen von und mit Joseph Beuys, die haben etwas Irritierendes. Etwa jene, wie er sich auf einer documenta in Kassel in den 70er Jahren einen Behälter mit weißen Flocken über den Kopf kippt. Ein anderes Mal gießt jemand eine Kanne mit Wasser über ihm aus. Danach gab’s Beifall für die Aktion, die das, was man gemeinhin für Kunst hält (ein Werk!), gründlich verabschiedet.

Reden wir gar nicht über seine berühmt-berüchtigte »Fettecke« oder die »Honigpumpe« - letztere hat Andres Veiel, den Regisseur dieses Dokumentarfilms über Joseph Beuys, als Jugendlichen stark beeindruckt. Auf sehr spezielle Weise. Er kam aus der tiefsten westdeutschen Provinz nach Kassel, diese, nun ja, halbprovinzielle Kunstmetropole der alten Bundesrepublik, und war erstaunt. Wer bei ihm zu Hause mit Fett und Honig herumschmieren und das Ganze noch dazu Kunst nennen würde, der bekäme schnell einen feuchten Scheuerlappen um die Ohren...

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