Der Frankfurter Sex-Mob, der niemals tobte

Robert D. Meyer über die katastrophale Berichterstattung der »Bild« über angeblich massenhafte Übergriffe in der Silvesternacht

Seit der Kölner Silvesternacht vor etwas mehr als einem Jahr stecken die Medien in einem Dilemma: Nach den sexuellen Übergriffen vor dem Hauptbahnhof wurden insbesondere überregionalen Berichterstattern vorgeworfen, sich viel zu spät den Ereignissen angenommen zu haben. Ein Jahr später war es umgekehrt: Wochen vor dem Jahreswechsel wurde eifrig darüber spekuliert, ob und wie ein möglicher Mob erneut toben könnte. Wohl selten haben so viele Pressevertreter Silvester aus beruflichen Gründen auf den Partymeilen von Hamburg bis München verbracht, mit der vagen Vorahnung, es könnten Szenen wie in Sodom und Gomorra losbrechen. Nichts geschah.

Mehr als einen Monat später trumpfte »Bild« mit der Schlagzeile auf: »37 Tage nach Silvester brechen Opfer ihr Schweigen – Sex–Mob in der Freßgass«. Hatten Medien, Polizei, ja die komplette Öffentlichkeit erneut versagt? Das Boulevardblatt war sich sicher: Auf der Frankfurter Restaurantmeile musste...

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