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Augen auf beim IGeL-Kauf

Ulrike Henning über ein schönes Zusatzgeschäft für interessierte Ärzte

Es gibt hunderte IGeL, und ständig kommen neue hinzu. Niemand kann genau sagen, wie viele Selbstzahlerleistungen möglich sind, denn sie lassen sich auch bündeln. Manche verschwinden vom Markt, neue tauchen auf. Was sich nicht ändert, ist eine gewisse Dreistigkeit bei bestimmten Ärzten. Unterschriften für »gewünschte« Leistungen werden in Tabellen erfasst, auszufüllen im Warteraum oder gleich am Tresen der Praxis, noch vor jedem Arztkontakt. Von Locken bis Drohen reicht das Repertoire: »Wenn Sie nicht zustimmen, kommen Sie nicht dran.«

Sicher bleiben einige Leistungen sinnvoll, die auch zu Recht von den Versicherten selbst zu zahlen sind: Der Impfschutz für Fernreisen in exotische Länder etwa. Das sind jedoch wenige Ausnahmen. Bis jetzt gibt es keine einzige IGeL mit der Bewertung positiv. Vermutlich würden die Leistungen sonst auch von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Andererseits bieten gerade Vorsorgechecks der Kassen ein prima Einfallstor für Extraleistungen. Zum »Check-up 35« etwa werden mitunter zahlreiche weitere Untersuchungen angeboten. Die Kosten? Zwischen 500 und 1000 Euro. Mehr geht immer. In der Bedenkzeit für solche Offerten sollte sich jeder Ver(un)sicherte erinnern: Die Kassen bezahlen das medizinisch Notwendige, alles andere ist ein schönes Zusatzgeschäft.

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