Dirigieren - eine Expression

Sie ist ein Ausnahmetalent: Die Ukrainerin Oksana Lyniv hat den Sprung in die erste Garde der Dirigenten gemeistert. Ein Treffen mit der Maestra in München

  • Von Björn Hayer
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Sie dirigiert mit graziöser Verve - die Körperspannung perfekt, der Einsatz präzise, mal wippt sie nach vorn, mal steht sie gerade und in voller Inbrunst. Rhythmus ist im Blut und der Taktstock schwingt ausladend durch die Luft. Am Pult wird Oksana Lyniv zu einer Choreografin, die mehr als nur das Orchester zu lenken vermag, sie formt Melodien und fängt Töne in Bilder ein. Schon als Kind, geboren 1978 in der ukrainischen Kleinstadt Brody, wo es weder für Schauspiel noch für Oper eine Bühne gab, lernte sie neben Gesang noch Flöte, Klavier und Geige. Dabei war für sie früh klar, dass sie die verschiedenen Instrumente vereinen wollte, zu jenem erhabenen Klangraum, wie sie ihn von den Schallplatten ihres Elternhauses kannte. Tschaikowskys Klavierkonzert kam ihr wie die Einführung in einen neuen Kosmos vor. Nun ist die Musikerin dort angekommen, wo sie immer hinwollte: an die vorderste Front in einer noch immer jäh von Männern dominierten M...


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