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Hochstapelei im Versailles Westfalens

Schloss Nordkirchen ist Sitz der NRW-Landesfinanzschule - hässliche Wohnheimcontainer trüben das barocke Bild

  • Von Harald Lachmann, Münster
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es ist das größte unter den rund 100 Schlössern und Burgen im Münsterland und auch optisch so ausladend, dass Lokalpatrioten gern mal von einem westfälischen Versailles sprechen, wenn sie Schloss Nordkirchen meinen. Die barocke Anlage, gut 25 Kilometer südlich von Münster gelegen, wurzelt in einer Wasserburg, die im frühen 16. Jahrhundert zu einem der am besten befestigten Wasserschlösser ausgebaut wurde. Seither hatte sie mehrere blaublütige Besitzer.

Seit dem Jahr 1958 sind das Schloss, die barocke Venusinsel sowie Teile des umgebenden 170 Hektar großen Parks staatliches Eigentum. Und irgendwie schien es - zumindest nach gängiger finanztechnischer Logik - auch nachvollziehbar, dass die Landesbehörden im feudalen Ensemble dann eine Institution einquartierte, die gewissermaßen für Kontinuität beim Eintreiben von Steuertalern auch zur aufwendigen Restaurierung von Schloss Nordkirchen sorgen sollte: die Landesfinanzschule. Die größeren R...


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