Werbung

Geplünderte Minibars, verschwundene Fernseher

Auch in Thüringen müssen sich Hotelgäste immer öfter per Kreditkarte legitimieren - wegen der Zechpreller, heißt es beim Branchenverband

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Erfurt. Hotelgäste, die ihre Zimmerrechnung schuldig bleiben und abreisen, sind der Albtraum von Hoteliers - auch in Thüringen. »Es kommt immer wieder vor, dass Gäste ein Hotel verlassen, ohne zu bezahlen«, sagte der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Dirk Ellinger. Hotelgäste müssen deshalb damit rechnen, dass sie sich künftig öfter per Kreditkarte legitimieren müssen. Damit werde auch das Risiko verringert, dass die Hotels auf Kosten für Diebstähle aus den Zimmern oder nicht bezahlte Getränke aus der Minibar sitzen blieben, sagte Ellinger.

Hotelgäste, die ohne Begleichung ihrer Rechnung abreisen, sind in Thüringen nicht nur in Touristenzentren wie Weimar oder Erfurt immer wieder ein Thema. Zuletzt wurde im Januar ein Fall aus Steinach im Thüringer Wald bekannt. Dort verschwand ein Hotelgast nach der Übernachtung, ohne zu bezahlen. Bei der Polizei im südthüringischen Sonneberg seien inzwischen mehrere Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher.

Laut Landesgeschäftsführer Ellinger sind solche Betrüger in der Regel Mehrfachtäter. Nach seiner Erfahrung gibt es zudem immer wieder Ärger, weil Gäste Hotel-Bademäntel oder andere Gegenstände mitgehen lassen, den Verzehr von Getränken oder Süßigkeiten aus der Minibar verschweigen oder die Nutzung von Pay-TV beim Ausschecken unterschlagen. In Einzelfällen seien sogar schon Fernseher aus dem Hotelzimmer gestohlen worden.

Hotels in Thüringen sicherten sich verstärkt dagegen ab, indem sie von ihren Gästen eine Kreditkarte als Legitimation verlangten, sagte Ellinger. »Der Trend, dass bei der Buchung nach der Kreditkarte gefragt wird, kommt von der Großhotellerie an Bahnhöfen und Flughäfen, wo es häufiger Probleme gibt.« Auch bei Buchungen über Internetportale sei die Anmeldung per Kreditkarte längst üblich. Hotels mit vielen Stammgästen, vor allem Häuser in ländlichen Regionen wie dem Thüringer Wald, verzichteten aber bislang häufig auf diese Vorsichtsmaßnahme. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!