Rechter Terror hört nicht auf

Brandanschläge und Schmierereien halten Neukölln und angrenzende Gebiete in Atem

  • Von Mischa Milinović
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Christiane Schott ist sauer. »Es hört einfach nicht auf mit der Gewalt«, sagt sie. Die 52-jährige Sozialarbeiterin lebt in der Neuköllner Hufeisensiedlung, UNESCO-Welterbe, einst als Reformsiedlung für Kleinverdiener in den 1920er Jahren geplant. Gelegen im Süden des Großbezirks, mit seinen Vorgärten, putzigen Häusern, seinem ganz speziellen Charme. Bis heute ist die Siedlung ein Kleinod, so dicht neben der wuchtigen Gropiusstadt. Seit vielen Jahren engagiert sich Schott gegen Rassismus und rechte Gewalt. Vor sechs Jahren, 2011, ist sie mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in die vermeintlich so beschauliche Hufeisensiedlung gezogen: »Früher, in Kreuzberg 36, kannten wir das nicht. Nazis, die kamen in unserem Leben nicht vor«, sagt sie.

In Neukölln ist das anders. Wieder brannte ein Auto. Vorvergangenen Donnerstag zwischen zwei und drei Uhr nachts. Es gehört Claudia und Christian von Gélieu, beide engagieren sich in der Galerie Ol...

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