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Müggelturm-Gaststätte öffnet bald

Großer Schritt zur Wiederbelebung der Köpenick-Attraktion zeichnet sich ab

Nach jahrelangem Verfall, Sachbeschädigungen, zähen Rechtsstreitigkeiten und etlichen Möchtegern-Käufern, scheint es endlich voranzugehen auf dem Müggelturm-Areal. Der Köpenicker Unternehmer und Investor Matthias Große blickt jedenfalls sehr optimistisch in die Zukunft: »Wenn die versprochene Genehmigung vorliegt, können Besucher hier oben wenigstens schon wieder gepflegt Essen gehen«, sagt er.

Denn dann kommt endlich Leben auf den Müggelberg zurück: Spaziergänger, Wanderer, Touristen oder auch Gruppen dürfen, so wie einst, in einer Gaststätte einkehren. In Abstimmung mit dem Bezirk Treptow-Köpenick ließ Große in den vergangenen Monaten die mehr als zwei Jahrzehnte verfallene Baude im Untergeschoss des Areals herrichten.

Neue Sanitäranlagen wurden eingebaut, Stromversorgung sowie Heizung erneuert und nach Absprache mit der Denkmalschutzbehörde Fenster ausgetauscht. Bis zu 250 Plätze stehen insgesamt zur Verfügung. Wie Matthias Große berichtet, hatte aufgrund einer Ausnahmegenehmigung die Baude schon mal am 31. Dezember 2016 und 1. Januar 2017 geöffnet.

Noch darf der Köpenicker Unternehmer allerdings nicht mit Volldampf auf dem Grundstück durchstarten und seine hochgesteckten Ziele umsetzen. Was bislang fehlt, ist die Gesamtbaugenehmigung.

Dass es so lange dauert, bis diese Unterlagen vorliegen, hängt mit »grundstücksrechtlichen Fragen« zusammen, die erst noch vollständig geklärt werden müssen, sagt Treptow-Köpenicks Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD). Nach seiner Aussage gehe das nicht schneller über die Bühne, weil daran maßgeblich die Landesebene beteiligt sei. Matthias Große möchte nämlich zusätzlich Flächen rings um den 30 Meter hohen Müggelturm kaufen. Die braucht der Köpenicker, um den Zugang zum gesamten Gelände barrierefrei und behindertengerecht zu gestalten. Rampen und Fahrstühle sollen dort installiert werden. Nur gehört eben dieser dafür benötigte Platz noch dem Land Berlin.

Der Bezirk führte inzwischen ein Entwidmungsverfahren durch, damit das bislang öffentliche Areal in ein Privates umgewandelt werden kann. »Nun hat das Land die Zügel in der Hand und muss alle weiteren Schritte umsetzen«, sagt Hölmer. Erst wenn dieses gesamte Verfahren abgeschlossen sei, erhalte der Investor die Gesamtbaugenehmigung. »Ich hoffe, dass es in diesem Sommer soweit ist«, sagt der Stadtrat.

Große lässt sich indes von den langwierigen Verfahrensschritten nicht unterkriegen. »Im Gegenteil, ich entwickle noch mehr Kampfgeist«, sagt der Lebensgefährte von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein demonstrativ.

Und er bekräftigt seine schon 2012 gegebene Zusage: »Wenn wir schließlich die Baugenehmigung für das gesamte Gelände haben, brauchen wir noch 365 Tage, bis alles fertig saniert ist.«

Investieren will er, wie berichtet, in das marode Anwesen auf den Müggelbergen einen siebenstelligen Betrag. Er möchte das bekannte Ausflugsziel wieder zu einer Köpenick-Attraktion machen.

Für die voraussichtlich ab März dauerhaft geöffnete Gaststätte hat er schon »erste Termine für Hochzeitsfeiern und Geburtstagspartys vergeben«. Bereits jetzt kann der Müggelturm täglich besucht werden.

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