Nun erst recht KZ-Gedenkstätte

Kulturministerin und Stiftungsdirektor stellen Umgestaltungspläne für Jamlitz vor

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die beiden Überfälle von Rechtsextremen auf die Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Außenlagers Jamlitz-Lieberose (Dahme-Spreewald) werden das Gegenteil von dem erreichen, was sie beabsichtigt hatten. Am Montag stellten Kulturministerin Martina Münch (SPD) und der Direktor der Stiftung brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch, Pläne zur Erweiterung und inhaltlichen Vertiefung der dortigen Ausstellung vor. Damit werde Brandenburg der Bedeutung dieses Ortes als Schauplatz der Shoa, also des Massenmordes an den Juden, erstmals gerecht, sagte Morsch.

Eindeutig als Reaktion auf die Anschläge vom Mai vergangenen Jahres, als die Beseitigung der Schäden und Zerstörungen des Gedenkortes 14 000 Euro gekostet hatten, will Ministerin Münch die Pläne zur Umgestaltung verstanden wissen. Das seien »gezielte Angriffe auf unser Erinnern« gewesen, sie hätten nicht zuletzt zu der Entscheidung geführt, einen Gestaltungswettbewerb mit 10 000 Euro zu finanzi...


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