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Ein offener Suchprozess

Rolf Reißig und Michael Brie haben einen neuen Band zur Transformationsforschung vorgelegt

  • Von Jörg Roesler
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Nach 1990 hatte der Begriff »Transformation« in der geisteswissenschaftlichen Literatur und in den Medien Hochkonjunktur. Was sich damals in den Ländern Osteuropas vollzog, die Ersetzung der realsozialistischen Gesellschaftsstrukturen durch solche, die der Neoliberalismus vorgab, wurde als letzte große Gesellschaftstransformation eingeschätzt, als Endsieg der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama verkündete das »Ende der Geschichte«. Die Konjunktur des Begriffs ebbte Mitte der 1990er Jahre ab, als diese Transformationen vollzogen waren.

Wenn jetzt, 20 Jahre später, wieder häufiger von Transformation die Rede ist, dann ist wiederum ein gesellschaftlicher Umbruch gemeint - allerdings ein grundsätzlich anderer: Es geht nicht um das Ende der Geschichte. Ausgangspunkt ist vielmehr die Überzeugung, dass die Geschichte mit dem Kapitalismus nicht endet, sondern die gesellschaftlic...


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