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Sorbischunterricht nur im Dutzend

Geplante Mindestgröße von Klassen gefährdet die Existenz der slawischen Minderheit

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Pflege der niedersorbischen Sprache ist Grundvoraussetzung für den Bestand der kleinen slawischen Minderheit in der Niederlausitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Niedersorbisch zwei Generationen lang fast nicht mehr benutzt worden. Die Sprache drohte auszusterben. Durch das Lernangebot »Witaj« (Willkommen) in Kitas und durch den Schulunterricht gelang aber eine bescheidene Wiederbelebung. Das steht nun vielleicht zur Disposition.

»Sorbischunterricht und Witaj in Gefahr«, meldet die Wochenzeitung »Nowy Casnik«. Demnach wolle das Bildungsministerium in einer neuen Verordnung eine Mindestanzahl von zwölf Schülern pro Klasse vorgeben. Wenn weniger als zwölf Mädchen und Jungen Interesse zeigen, könnte der Unterricht nicht mehr stattfinden. »In Orten wie Spremberg, Peitz, Drebkau, Laubsdorf, Lübbenau, Lieberose, Sellessen und Vetschau würde der Sorbischunterricht komplett wegfallen«, warnt die Zeitung.

»Die Sorben/Wenden-Schulverordnung be...


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