Martin Ling 24.02.2017 / Politik

Dialog nicht über unsere Köpfe!

Herero und Nama fordern direkte Gespräche mit der Bundesregierung über Entschädigung für Genozid

Am Sonnabend ist es wieder soweit: Zum elften Mal findet in Berlin ein »Gedenkmarsch in Erinnerung an die afrikanischen/Schwarzen Opfer von Versklavung, Handel mit Versklavten, Kolonialismus und rassistischer Gewalt« statt, wie es im Aufruf heißt. Mit dabei, wenn es um elf Uhr in der Wilhelmstraße 92 losgeht: Ida Hoffmann und Esther Muinjangue, Vertreterinnen der Nama, die mit den Herero während der deutschen Kolonialherrschaft zwischen 1904 und 1908 einem Völkermord ausgesetzt wurden, dem Schätzungen zufolge 90 000 Menschen zum Opfer fielen.

Die Wilhelmstraße 92 ist mit Bedacht gewählt: Dort fand die Berliner »Kongo-Konferenz« 1884/85 statt, ihr Schlussdokument, die Kongoakte, bildete die Grundlage für die Aufteilung Afrikas in Kolonien. Das heutige Namibia gelangte damals als Deutsch-Südwest in deutsche Hände. Das hat S...

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