Handelspolitik per Steuerschraube

Republikaner diskutieren Abgabenreform, die Exporte fördert und Importe bestraft

  • Von Christian Mihatsch
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Der US-Exzeptionalismus erstreckt sich auch aufs Steuerrecht. So haben die USA keine Mehrwertsteuer und besteuern auch Firmengewinne, die im Ausland angefallen sind, wenn sie retransferiert werden. So bunkern Firmen wie Apple Milliarden im Ausland, da bei einer Überweisung in die USA 35 Prozent Körperschaftssteuer fällig würden. Dieser Satz ist höher als in allen anderen Industriestaaten.

Präsident Donald Trump strebt daher eine große Reform an. Dabei sollen die Steuersätze gesenkt und die Steuerbasis verbreitert werden. Das will auch Paul Ryan, der konservative Sprecher des Repräsentantenhauses. In seinem Vorschlag für die Steuerreform wird die Besteuerung der Gewinne von US-Firmen im Ausland abgeschafft. Das ist unstrittig. Anders sieht es mit seinem Plan für die Körperschaftsteuer aus. Hier sollen nicht länger der Umsatz und die Kosten, sondern nur noch inländische Geldflüsse zur Ermittlung des zu versteuernden »Gewinns« berücksicht...


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