Werbung

Alternativen zur Blechlawine

Stefan Otto hegt Sympathien für den unpopulären Vorschlag zum »Autofasten«

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Grünen regen zum »Autofasten« an und greifen im beginnenden Wahlkampf einen alten Appell der Kirchen auf. Zweifelsohne ist dies ein zeitgemäßer Vorschlag, schließlich hat der Individualverkehr viele Schattenseiten, die zulasten der Lebensqualität gehen. Trotzdem wirkt ein solcher Vorschlag unpopulär im Land der Autobauer - und der Hedonisten.

Sogleich hat sich nämlich jenes Lager zu Wort gemeldet, das die Grünen einmal mehr als Moralapostel sieht, die es nicht lassen können, gut gemeinte Appelle zur Lebensführung zu unterbreiten. Tatsächlich wird die Ökopartei mit Vorschlägen wie diesen keine Pluspunkte sammeln können - zu sehr betont sie den Verzicht und zu wenig zeigt sie Alternativen auf.

Erinnerungen an den »Veggieday« werden wach, der von den Kritikern förmlich in der Luft zerrissen wurde. Auch Renate Künast machte als Spitzenkandidatin bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 denkbar schlechte Erfahrungen, als sie dazu anregte, den neuen Berliner Flughafen einige Nummern kleiner zu bauen. Sofort wurde sie als Modernisierungsgegnerin gebrandmarkt. Regierende Bürgermeisterin wurde sie bekanntlich nicht.

Und doch zeigt sich nun, sieben Jahre später, ihr Vorschlag war nicht der schlechteste. Ebenso ist die Anregung zum »Autofasten« ein progressiver, wenngleich er seiner Zeit um einige Jahre voraus zu sein scheint.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!