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Rückschlag für Endlagerpläne

Frankreich kommt mit Projekten für die Entsorgung seines Atommülls nicht voran

  • Von Ralf Streck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Erneut musste das französische Endlagerprojekt in Lothringen eine Schlappe vor Gericht hinnehmen. Das Verwaltungsgericht in Nancy hat am Dienstag den Beschluss einer zweifelhaften Gemeinderatssitzung in Mandres-en-Barrois wegen Formfehlern für ungültig erklärt. Damit liegt das »Zentrum geologisches Tiefenlager« (Cigeo) auf Eis. Der Beschluss vom Juli 2015 sah vor, dass die Gemeinde den Lejuc-Wald gegen andere Flächen tauscht, wie es die Atommüllbehörde Andra will.

Der Bürgermeister, der sich für das Endlager unter den 220 Hektar Wald stark macht, wo der Müll aus AKW in etwa 500 Metern Tiefe in Tongestein eingelagert werden soll, hatte die Sitzung um sechs Uhr früh angesetzt. Er ließ die Gemeinderäte unter Polizeischutz geheim abstimmen, sie sollten der Zerstörung einer der letzten Waldflächen der Region zustimmen. Die Bürger hatten sich zuvor klar dagegen ausgesprochen.

Das Gericht rügte,...


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