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Cadillac One - Trumps neues Beast

Wenn es ernst wird, fährt die Limo des US-Präsidenten mit Lachgas

Will Donald Trump mal real in die Luft gehen, so steht ihm die Air Force One zur Verfügung. Demnächst eine ganz neue. Will der US-Präsident nur mal schnell um’s Eck, nimmt er in Marine One, einem Hubschrauber, Platz. Für Kurzstrecken, also alles, was sich per Straße in 30 Minuten erreichen lässt, nimmt er ein »Beast« (Tier).

Jüngst auf dem Weg zu seiner ersten Rede vor dem Kongress musste er noch Obamas abgelegten Cadillac benutzen. Doch schon in wenigen Tagen wird General Motors für die neue Sonne Amerikas ein völlig neues Gefährt gebaut haben. Das stellt - wie Passagier Number One - alles bisher Dagewesene in den Schatten. Die Auflage ist limitiert auf zwölf Stück.

Äußerlich schaut das neue »Beast« auch nur aus wie ein hässlicher Cadillac CTS. Doch da die rollende Festung zwischen fünf und acht Tonnen wiegt, nutzte man für die Karosse ein Lkw-Fahrgestell. Auch die Reifen, die auch noch rollen, wenn sie von Kugeln zerfetzt wurden, haben das Lastwagenformat. Zugleich sorgen sie für einen größere Bodenfreiheit. Das war ja auch zu peinlich, als das Vorgängermodell beim Irland-Besuch von Barack Obama an einer Auffahrt ungeplanten Bodenkontakt hatte.

Über die Schutzpanzerung - zentimeterdicke Platten aus Stahl, Kevlar, Aramid und Keramik - ist wenig bekannt. Fenster und Türen halten Projektilen stand, ebenso sei ein Angriff mit chemischen oder biologischen Waffen sinnlos. Minen und andere Sprengfallen könnten weder den Unterboden noch den Tank zerstören, heißt es.

Lediglich der Fahrer kann sein Fenster öffnen. Was er aber im Gefahrenfall nicht tun wird. In einem solchen Fall wird er Lachgas geben. Kein Witz, um die Motorleistung zu steigern, wird Distickstoffmonoxid in den V8-Motor geleitet, um dessen Leistung kurzfristig zu steigern.

Im Kofferraum des Präsidentenschlittens befinden sich eine Feuerlöschanlage, Sauerstoffflaschen sowie eine medizinische Notfallausrüstung mit Blutkonserven, die dem Präsidenten angepasst sind. Wenn Trump will, so kann er im Fond des Cadillac One noch sechs Anhalter mitnehmen. Doch nur für seinen Sitz gibt es einen speziellen Notknopf. Wer nun glaubt, dass man damit einen Schleudersitz auslöst, wird enttäuscht. Das Gegenteil passiert, der Sitz geht samt Sitzinhaber auf Tauchstation.

Wichtig ist, dass Trump twittern kann. Doch über die dafür notwendige elektronische Verbindung hinaus verfügt das »Beast« über alle notwendigen gehärteten Kommunikationseinrichtungen, um den Präsidenten mit seinem Vize und dem Pentagon zu verbinden. Falls Trump also mal in einem Stau langweilig werden sollte, könnte er aus dem »Beast« heraus einen dritten Weltkrieg beginnen. So bleibt nur zu hoffen, dass Trumps Secret-Service-Team stets für freie Fahrt sorgen kann.

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