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Vater alles Destruktiven

Gustav Metzger ist tot

Das Zertrümmern von Musikinstrumenten auf der Bühne hatte einen geistigen Vater: Den deutsch-britischen Künstler Gustav Metzger. Nun ist er im Alter von 90 Jahren in London gestorben. Das berichtete der »Guardian« am Donnerstag unter Berufung auf seine Sprecherin.

Der 1926 in Nürnberg geborene Schöpfer der auto-destruktiven Kunst - Kunst, die sich selbst zerstört - war als Kind aus einer orthodoxen jüdischen Familie 1939 auf der Flucht vor den Nazis mit einem Kindertransport nach London gelangt. Nach einer Ausbildung als Möbelschreiner besuchte er Bildhauerklassen und studierte Kunst an der Cambridge School of Art in London. Die Gedanken, die seiner Kunst zugrunde lagen, fasste er in mehreren schriftlichen »Manifesten« zusammen. In einem davon heißt es, auto-destruktive Kunst sei die »vollständige Einheit von Idee, Ort, Form, Farbe und Methode des zersetzenden Prozesses«. dpa/nd

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