Werbung

1000 Berliner wollten Nazis stoppen

Weniger Rechtsradikale als befürchtet, finden den Weg zum »Merkel muss weg«-Aufmarsch / Gegendemonstranten fordern »Solidarität statt Hetze«

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Rund 500 Anhänger der rechtspopulistischen und rechtsradikalen Szene haben am Samstag gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestiert. Unter dem Motto »Merkel muss weg« zogen sie vom Hauptbahnhof zum Alexanderplatz. Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und antifaschistischen Projekten hatte zu einer Gegendemonstration gegen Rassismus und für Toleranz aufgerufen, an der sich mehr als 1000 Menschen beteiligten. Sie protestierten lautstark mit Trillerpfeifen und Parolen gegen die Rechten. Auf Schildern war zu lesen: »Lieber solidarisch als solide arisch« »Obergrenze für Idioten« und »Solidarität statt Hetze«.

Die Demonstrationen verliefen weitgehend störungsfrei, teilte ein Polizeisprecher mit. Im Bereich der Torstraße blockierten etwa 15 linke Aktivisten den Zug der Rechten, der daher etwas umgeleitet werden musste. An der Strecke kam es vereinzelt zu Protesten und Störungen. Insgesamt waren 800 Polizisten im Einsatz.

Die rechtsradikalen Demonstranten skandierten während ihrer Demonstration »Deutschland den Deutschen«, auf Plakaten war zu lesen: »Merkel muss weg« oder »Asylbetrug macht uns arm«. Sowohl Pegida-Transparente als auch NPD-Flaggen waren zu sehen. Die Demonstranten hatten Deutschlandfahnen und Reichsflaggen dabei.

Am Alexanderplatz wurde der Zug von rund 200 pfeifenden Protestlern empfangen. Zum Schluss der Kundgebung sangen die rechtesradikalen Demonstranten alle drei Strophen des Deutschlandliedes. In der Bundesrepublik wird nur die dritte Strophe gesungen, die erste ist wegen der starken Nutzung durch die Nazis geächtet.

Auf beiden Seiten waren deutlich mehr Teilnehmer erwartet worden. Die rechte Initiative »Wir für Berlin - Wir für Deutschland« hatte 1000 Teilnehmer angemeldet. Die Gegendemonstranten hatten mit rund 3000 Teilnehmern gerechnet. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen