Terrorprozess um »Gruppe Freital«

Acht Angeklagte sollen rechte Vereinigung gegründet haben

Dresden. Den mutmaßlichen Rechtsterroristen der »Gruppe Freital« wird seit Dienstag in Dresden der Prozess gemacht. Die Anklage wirft sieben Männern und einer Frau im Alter zwischen 19 und 39 Jahren die Bildung einer terroristischen Vereinigung vor. Im Zusammenhang mit fünf Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und politische Gegner in Freital und Dresden wird ihnen außerdem versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und die Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen zur Last gelegt.

Mit ihren zwischen Juli und November 2015 begangenen Taten hätten die Angeklagten die »Bevölkerung verunsichern« und ein Klima der Angst erzeugen wollen, sagte Bundesanwalt Jörn Hauschild. Ziel der Gruppe sei es gewesen, ihre »rechtsextremistische Gesinnung mittels Anschlägen durchzusetzen«. Laut Anklage ging die Gruppe arbeitsteilig vor. Als führender Kopf gilt der Neonazi Timo S. Sein Gesinnungsgenosse Patrick P. sei für die technischen Details der Anschläge zuständig gewesen, hieß es. dpa/nd Seite 5

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