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Von Shanghai nach Köln

Peter Finkelgruen 75

  • Von Roland Kaufhold
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ralph Giordano war aufgebracht. In einer Besprechung von Peter Finkelgruens autobiografischem Buch »Haus Deutschland« bezeichnete er 1993 einen Oberstaatsanwalt als einen »emotionslosen Ochsenfrosch«. Dieser hatte ein Jahrzehnt lang alles versucht, um dem Mörder Martin Finkelgrüns eine Verurteilung zu ersparen. Der Enkel des Ermordeten, der jüdische Publizist Peter Finkelgruen, lebt da schon seit Jahrzehnten in Köln.

Geboren wird Finkelgruen am 9. März 1942 in Shanghai. Dorthin waren seine Eltern vor der Verfolgung geflohen. 1946 geht er mit seiner schwerkranken Mutter nach Prag. Dort wartet seine Großmutter auf ihn, die mehrere Konzentrationslager überlebt hat. 1951 siedeln die beiden nach Israel über. Mit 17 Jahren macht Finkelgruen sein Abitur. Er möchte studieren. Dies ist ihm in Israel nicht möglich. 1959 geht er in das ihm völlig fremde Deutschland, vor dem er abgrundtiefe Ängste hat. Nach dem...


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