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Machtfreie Lehrmacht

Hans-Ernst Schiller gab einen Band über Staat und Politik im Werk von Ernst Bloch heraus

  • Von Otfried Höffe
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Bedeutung, die Thomas Morus für den neuzeitlichen Beginn utopischen Denkens zukommt, gebührt für das 20. Jahrhundert einer Gestalt von alttestamentarischer Statur: Ernst Bloch. Kein Mitglied der Frankfurter Schule, als unorthodoxer Marxist ihr aber nahestehend, erhebt er schon mit den Titeln seiner einschlägigen Werke, »Geist der Utopie« (1918) und »Das Prinzip Hoffnung« (drei Bände, 1954 bis 1959), den Anspruch, der hier maßgebliche Denker zu sein. Der Gehalt beider Werke zusammen mit einer dritten Schrift, »Naturrecht und menschliche Würde« (1961), gibt ihm durchaus Recht.

Zum marxistischen Gedankengut gehört die Vorstellung vom Absterben des Staates. Es muss daher überraschen, dass ein Diskussionsband zu Ernst Bloch mit den Begriffen »Staat« und »Politik« operiert und ihretwegen den Weg in die Reihe »Philosophische Staatsverständnisse« des Nomos-Verlages fand. Zu Recht charakterisiert sogleich der erste Satz der Einleitung ...


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