Thomas Blum 15.03.2017 / Kultur

Lesen für Deniz

Seit vier Wochen ist der Journalist Deniz Yücel in Erdogans Gewalt. In Berlin findet am Mittwoch im Festsaal Kreuzberg eine Solidaritätslesung für ihn statt

»Deniz selbst hat ja bereits beschrieben, dass er, wenn er rausguckt, auf eine Mauer guckt.« (Doris Akrap)

Seit vier Wochen befindet sich der Türkei-Korrespondent der »Welt«, Deniz Yücel, nun unschuldig und ohne Aussicht auf eine faire Gerichtsverhandlung in türkischer Isolationshaft. Seine Situation ist bitter. Die »Taz«-Redakteurin Doris Akrap, mit Yücel seit Kindheitstagen eng befreundet, hielt sich bis vor kurzem in Istanbul auf und erklärt im Gespräch mit dem »nd«: »Er selbst hat ja bereits beschrieben, dass er, wenn er rausguckt, auf eine Mauer guckt. Deniz sitzt in Block 9, wo vor allem die inhaftiert sind, die verantwortlich gemacht werden für Terrorpropaganda. Und Angehörige der linken kurdisch-türkischen Oppositionspartei HDP. Da sitzt auch der bekannte türkische Investigativjournalist Ahmet Sik.«

Siks Ehefrau Yonca, so Akrap, habe ihr kürzlich erzählt, »dass der Staatsanwalt, der ihren Ehemann Ahmet 2012 freigelassen hat, jetzt selber in diesem Gefängnis sitzt, im selben Block, und zwei von Siks Anwälten. Natürlich sitzen ne...

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