Hans-Dieter Schütt 15.03.2017 / Kultur

Grüß mir die Sonne, Mörder!

Gefängnistheater »aufBruch«: Koltès’ »Roberto Zucco« in der Jugendstrafanstalt Plötzensee

Das Böse hat nicht, das Böse ist. »Etwas so Triviales wie ein Zweck würde seine tödliche Reinheit beflecken.« Sagt Pier Paolo Pasolini. Das Gute dagegen hat immer einen Sinn, und die Zwecke des Guten streiten miteinander - weil sie sich unterscheiden. Das Böse bleibt immer gleich, es ist unterschiedslos. Jean Genet: »Es hat kein Ziel, so wie Gott kein Ziel hat.« Dieser Vergleich ist es möglicherweise, der das Böse zu einem Mythos erhebt, der speziell in der Kunst immer wieder seinen Ausdruck sucht: Das Böse besitzt, weil es durch Kausalitätslogik nicht wirklich zu fassen ist, mehr Geheimnis als das Gute.

Das Böse muss, will es einen Zweck haben, sich diesen Zweck holen: vom Guten. Vom guten Menschen. So kann der Mensch, der eben noch zielgerichtet gut war, plötzlich sinnlos böse sein. Zum Beispiel der Italiener Roberto Succo. 1962 geboren, starb er 1988 durch Selbstmord in seiner Zelle. Qualvoll, indem er sich eine Plastiktüte übe...

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