Von Elsa Koester

Trump als Hitler mit Dollar-Hakenkreuz

Plakat einer US-Künstlerin in Arizona sorgt für Diskussionen / Fiorito für provokante Bilder bekannt

87746123 (1).jpg

Trump blickt gewohnt böse drein. Hinter ihm explodieren zwei Atombomben. Rechts und links daneben prangen Dollarzeichen, angelehnt an Hakenkreuze, eingerahmt von weißen Kreisen auf rotem Grund – ganz eindeutig NS-Ästhetik. Mit diesem großformatigen Plakat bringt seit einigen Tagen die Künstlerin Karen Fiorito ihre Kritik an der autoritären und ultrarechten Politik Donald Trumps zum Ausdruck, gut sichtbar angebracht auf der Grand Avenue in Phoenix, Arizona.

Trump als Faschist: Fiorito ist davon überzeugt, dass nicht nur sie den US-Präsidenten so sieht. »Ich versuche nur auszudrücken, was momentan in den Köpfen vieler Menschen herumgeht«, sagte die Künstlerin der Phoenix-Newsseite »12news«. Die Angst vor einer Diktatur beschäftige sie gerade sehr.

Der Nachrichtenagentur Reuters sagte Fiorito, die Reaktionen auf das Plakat seien sehr heftig. »Da ist eine Menge Hass. Die Dinge eskalieren derzeit sehr schnell.« Sie habe inzwischen auch Morddrohungen erhalten, ebenso wie die Besitzerin der Plakatfläche, Beatrice Moore.

Das lokale US-Nachrichtenportal »az central« zitiert einen Anwohner, der das Bild als respektlos empfindet. Eine andere Nachbarin meint, es zeige die Zukunft der USA. »Daily Mail« zitiert einen Kommentator mit den Worten: »Es ist erstaunlich, dass sich so viele von einem Symbol angegriffen fühlen, aber nicht von den mindestens drei bekennenden weißen Suprematisten, die ganz in der Nähe des 45. Präsidenten arbeiten, Menschen wegen ihrer Religion verfolgen, mit Diktatoren zusammen arbeiten, eine homophobe Politik vorantreiben, jüdische Friedhöfe verunstalten und Muslime angreifen.«

Es ist nicht das erste Mal, dass die Künstlerin Fiorito zusammen mit der Besitzerin der Plakatfläche provozierende Kunst ausstellt. 2004 erstellte Fiorito ein Plakat mit dem damaligen Präsidenten George W. Bush für ihre Abschlussarbeit an der Arizona State Universität. »Liebes Amerika«, stand darauf, »wir logen euch in unserem eigenen Interesse an. Jetzt vertraut uns.«

Im nd-Shop

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken