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Jahrelange Geldwäsche in Milliardenhöhe

Russland soll Geld in EU geschleust haben

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München. Binnen weniger Jahre sind einem Zeitungsbericht zufolge mehr als 20 Milliarden Dollar (18,6 Milliarden Euro) dubioser Herkunft aus Russland in die Europäische Union geflossen. Die »Süddeutsche Zeitung« (»SZ«, Dienstagausgabe) bezifferte das mutmaßliche Schwarzgeld auf mindestens 20,7 Milliarden Dollar, es sei zwischen 2010 und 2014 aus Russland in die EU gebracht worden.

Mithilfe undurchsichtiger Briefkastenfirmen in Großbritannien und mutmaßlich korrupter Richter in der Republik Moldau sei das Geld auf legale Konten im Westen transferiert und dort zum Einkauf im großen Stil benutzt worden, berichtete die Zeitung. Deutsche Unternehmen hätten davon kräftig profitiert.

Die »Süddeutsche Zeitung« stützt den Bericht nach eigenen Angaben auf einen Datensatz von etwa 70 000 Überweisungen, der ihr selbst und internationalen Partnermedien vorliege.

Die »SZ« konnte demnach 662 Fälle identifizieren, in denen Geld von Konten in Lettland genutzt worden sei, um in Deutschland damit Rechnungen zu bezahlen. Firmen oder Menschen aus Russland, der Ukraine oder Weißrussland hätten Produkte im Einzelhandel gekauft oder sich Waren liefern lassen. Die Bezahlung hätten immer die Briefkastenfirmen übernommen, heißt es in dem Bericht. 66,5 Millionen Dollar seien auf diesem Weg in den Büchern deutscher Unternehmen oder bei Privatpersonen gelandet.

Bereits im Jahr 2014 hatten Journalisten des internationalen Recherchenetzwerks OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project) das gigantische Geldwäschesystem aufgedeckt, das mutmaßlich von Russland aus gesteuert wurde. Dem OCCRP und der russischen Tageszeitung »Nowaja Gaseta« wurden laut der »SZ« nun Daten zugespielt, die erstmals zeigten, wer von dem Geld profitierte. AFP/nd

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