Anders die Themen, anders der Ton

Die Wiederkehr von Johannes Bobrowski: Alle Gedichte in einem Band

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Bei der Münchner Zeitschrift »Akzente« war er im April 1954 gescheitert. Man gab ihm sein Manuskript zurück. Er wartete ein Jahr, dann, am 1. Juni 1955, schickte er auf Empfehlung Erich Arendts an die »sehr geehrten Herren« von »Sinn und Form« fünfzehn Gedichte. Er arbeitete als Lektor im Altberliner Verlag Lucie Groszer und war als Autor noch nie hervorgetreten. Peter Huchel kannte ihn nicht. Er las die Einsendung und dachte, wie er später erzählt hat: Endlich wieder ein Dichter. Er lud Johannes Bobrowski noch im selben Monat zu einem Gespräch und veröffentlichte bereits im nächsten Heft fünf Texte. Seitdem wussten wenigstens die Leser der Zeitschrift von diesem neuen, inzwischen 38-jährigen Dichter, der so anders war als die Kollegen ringsum. Anders seine Themen, anders der Ton und auch die Tradition, auf die er sich berief. Sein »Zuchtmeister«, erklärte er, sei Klopstock. Da rieb sich mancher die Augen.

Johannes

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